Familiensymposium 2015 in Haus Hardtberg

- verantwortungsvollen Umgang mit Social Media leben und lehren -

aus Deutschland
Opus Dei - Familiensymposium 2015 in Haus Hardtberg

„Es ist nicht alles ganz toll und es ist nicht alles ganz schlecht. Erkunden Sie das Internet zusammen mit Ihren Kindern, damit es kein Tabuthema wird“, sagte Johannes Wentzel, Medienpädagoge aus Münster, der ca. 50 Eltern detailliert darlegte, was in der medialen Erziehung gut und hilfreich ist, wie man mit "WhatsApp" umgeht und wie wichtig es ist, dass Eltern in der digitalen Welt "up to date" sind.

In den Workshops am Nachmittag ging es dann konkret darum, wie Eltern ihren Kindern helfen können, Medienkompetenz zu erwerben. Das Ehepaar Vera und Frank Wiesing aus Paderborn berichteten von Erfahrungen mit ihren fünf Kindern. Einig waren sich die Eltern darin, dass der Weg des Verbietens nicht geeignet ist, um Kindern von klein auf einen altersgemäßen, verantwortungsvollen guten Umgang mit den "social media" beizubringen. Eltern sollten eine gewisse Kenntnis von Angeboten und Technik haben, Interesse für die Lebenswirklichkeit der Kinder zeigen, Alternativen anbieten und Vereinbarungen treffen z.B. über Zeitbeschränkungen im Internet. Erst dann könnten sie den Kindern an die Hand geben, was sie brauchen, um den Unterschied zwischen virtueller und realer Welt z.B. bei der Werbung zu erkennen, Risikobewusstsein und Kritikfähigkeit stärken, die Privatsphäre schätzen lernen und medienfreie Zeiten schaffen. Und ein hohes Ziel wurde benannt: die Kinder und Jugendlichen befähigen, gegenüber Gruppendruck eine eigene Meinung zu vertreten (man braucht nicht immer das neueste Modell etc.). Angedacht wurde auch ein "Medien-Knigge", das Smartphone nicht auf dem Mittagstisch usw. Natürlich ist hier das Vorbild der Eltern gefragt.

Wenn Eltern offen sind und die Möglichkeiten des Netzes kennen, dann kommen die Kinder und Jugendlichen mit Fragen, Ideen oder schlechten Erfahrungen im Internet zu ihnen. Sonst nicht und sie gäben dann einen wichtigen Bereich des Lebens ihrer Kinder aus der Hand.

„Im Vordergrund dieses Symposiums stand der Austausch“, meinte eine junge Mutter am Ende, „und das hat sehr gut getan.“

Während die Erwachsenen tagten, hatten die über 70 Kinder und Jugendlichen ihr eigenes Programm mit Walderkundung mit dem Förster, Spielplatz, Fußball, Just dance, Basteln und vielem mehr.