mp3: „Ursache unserer Freude“

Eine Homilie vom hl. Josefmaria unterwegs im Urlaub hören

Predigten

Textausschnitt aus der Homilie „Maria, Ursache unserer Freude“ zum Fest Mariä Aufnahme in den Himmel

Auf dieser Website finden Sie die beiden Predigtbände des hl. Josefmaria „Christus begegnen“ und „Freunde Gottes“ als mp3-Dateien zum Download. 

Ein Besucher unserer Website schreibt uns, wie er diese Möglichkeit nutzt: “Christus Begegnen und Freunde Gottes gehören seit über 10 Jahren zu meiner geistlichen Nahrung. Aus zeitlichen Gründen nehme ich die Bände viel zu selten in die Hand. Doch nun sind die beiden Sammlungen vollständig und sortiert als mp3 in mein iPhone gelangt: Keine längere, einsame Autofahrt mehr, kein langweiliges irgendwo Rumsitzen und Warten und kein ausgedehnter Hundespaziergang mehr, ohne ein Reinhören in diese wunderbaren Gedanken und wertvollen Inspirationen. Danke für diese großartige Idee und die hervorragende, verlustfreie Umsetzung!“ 

Zum Kennenlernen empfehlen wir die Homilie „Maria, Ursache unserer Freude“. Der heilige Josefmaria hat sie am 15. August 1961 gehalten. Hier als Textprobe die letzten Abschnitte unter dem Zwischentitel „Die christliche Freude“: 

Greifen wir noch einmal das Thema auf, das uns heute die Kirche vor Augen führt: Maria ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren, die Engel jubeln! Ich denke auch an den Jubel des heiligen Josef, ihres keuschen Gemahls, der sie im Paradies erwartet hat. Aber kehren wir auf die Erde zurück. Der Glaube versichert uns, daß unser Leben auf der Erde eine Zeit der Pilgerschaft ist, eine Reise, auf der Opfer, Leid und Entbehrungen nicht fehlen werden. Immer aber soll die Freude ihr Kontrapunkt sein. 

Dienet dem Herrn in Freuden (Ps 99,2). Es gibt keine andere Weise, Ihm zu dienen. Den fröhlichen Geber liebt Gott (2 Kor 9,7), den, der sich in einem freudigen Opfer ganz hingibt, denn es gibt keinen Grund zur Trauer.

Vielleicht werdet ihr dies für einen übertriebenen Optimismus halten, denn jeder Mensch kennt seine Unzulänglichkeiten und sein Versagen, jeder erfährt Leid, Müdigkeit, Undankbarkeit, vielleicht auch Haß. Wieso sollten wir Christen, die wir den anderen gleich sind, von diesen Gegebenheiten des Menschseins ausgenommen sein?

Es wäre naiv, wollte man die immer wiederkehrende Gegenwart des Leidens und der Entmutigung, der Trauer und der Einsamkeit während unserer Pilgerschaft auf der Erde leugnen. Durch den Glauben haben wir mit Sicherheit erkannt, daß dies alles kein Werk des Zufalls ist, und daß die Bestimmung des Geschöpfes kein Zuschreiten auf die Vernichtung seines Strebens nach Glück ist. Der Glaube lehrt uns, daß alles einen gottgewollten Sinn hat, denn alles gehört zum innersten Kern der Berufung, die uns ins Haus des Vaters führt. Dieses übernatürliche Verständnis des irdischen Daseins eines Christen will nicht die vielfältigen Zusammenhänge im Leben des Menschen verharmlosen, sie gibt vielmehr dem Menschen die Sicherheit, daß diese Vielfalt vom Nerv der Liebe Gottes durchzogen wird, von einem starken und unzerstörbaren Band, welches das Leben auf der Erde mit dem Leben in der endgültigen Heimat verbindet.

Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel führt uns die Wirklichkeit dieser freudigen Hoffnung vor Augen. Noch sind wir unterwegs, aber unsere Mutter ist uns vorausgegangen und weist uns das Ziel des Weges. Sie sagt uns immer wieder, daß es möglich ist, dorthin zu gelangen, und daß wir auch wirklich ankommen werden, wenn wir treu sind. Denn die Mutter Gottes ist nicht nur unser Vorbild: sie ist die Hilfe der Christen. Und sie kann und will es uns nicht abschlagen, sich mit mütterlicher Fürsorge um ihre Kinder zu kümmern, wenn wir nur darum bitten: Monstra te esse Matrem (Hymnus Ave maris stella).

Die Freude ist ein christliches Gut. Einzig bei der Beleidigung Gottes schwindet sie: denn die Sünde ist die Folge des Egoismus, und der Egoismus ist die Ursache der Traurigkeit. Aber selbst dann bleibt die Freude noch in einem Winkel der Seele, denn es steht fest, daß Gott und seine Mutter niemals die Menschen vergessen. Wenn wir umkehren, wenn aus unserem Herzen ein Reueakt aufsteigt, wenn wir uns im heiligen Sakrament der Buße reinigen, dann kommt Gott uns entgegen und verzeiht uns; und es gibt keine Traurigkeit mehr: da ist es angebracht, fröhlich zu sein; denn dieser dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden (Lk 15,32).

Mit diesen Worten schließt das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das wir immer wieder betrachten sollten: Siehe, der Vater kommt dir entgegen; er wird sich zu dir herabbeugen, er wird dir einen Kuß geben, als Unterpfand seiner Liebe und Zärtlichkeit; er wird befehlen, daß man dir ein Kleid, einen Ring und Schuhe reicht. Noch fürchtest du einen Tadel, er aber gibt dir einen Kuß; du hast Angst vor einem zornigen Wort, und er bereitet dir ein Gastmahl (Ambrosius, Expositio Evangelii secundum Lucam, 7 [PL 15, 1540]).

Die Liebe Gottes ist unauslotbar. Wenn Er so mit dem verfährt, der Ihn beleidigt hat, was wird Er dann tun, um seine Mutter zu ehren, die Unbefleckte, Virgo fidelis, die allerheiligste Jungfrau, die allzeit Getreue?

Wenn die Liebe Gottes sich da schon als so groß erweist, wo das Fassungsvermögen des - oft verräterischen - menschlichen Herzens so gering ist, wie wird diese Liebe im Herzen Mariens sein, die dem Willen Gottes niemals auch nur das geringste Hindernis entgegengestellt hat? 

Seht, wie das Unvermögen, die unendliche Barmherzigkeit des Herrn mit dem menschlichen Denken zu erfassen, einen Widerhall in der Liturgie des heutigen Tages findet; sie erklärt nicht, sie singt; sie weckt die Phantasie, damit jeder seine Begeisterung in den Lobgesang miteinfließen läßt. Denn keiner von uns vermag in seinen kühnsten Vorstellungen an die Wirklichkeit heranzureichen: Am Himmel erschien ein großes Zeichen! Eine Frau, mit der Sonne umkleidet, den Mond unter ihren Füßen und eine Krone von zwölf Sternen auf ihrem Haupte (Offb 12,1). Nach deiner Schönheit verlanget den König. Gekleidet in farbige Pracht, wird die Königstochter zum König geführt (Ps 44,12-14). 

Die Liturgie wird mit Worten Mariens schließen, in denen sich die größte Demut mit der größten Verherrlichung verbindet: Von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter. Großes hat an mir getan der Mächtige (Lk 1,48-49).

Cor Mariae dulcissimum, iter para tutum; liebenswertestes Herz Mariens, gib uns Kraft und Sicherheit auf unserem Erdenweg; sei du selbst unser Weg, denn du kennst ja den Pfad und die sichere Abkürzung, die über deine Liebe zur Liebe Jesu Christi hinführt.

(Textabschnitt 177 u. 178) 

 

Christus begegnen  (1. Auflage, 1974; 5. Auflage, 1978)  8h 25:35

1 Christliche Berufung (Advent) 31:45

2 Christi Triumph in seiner Demut (Weihnachten) 27:49

3 Die Ehe, eine christliche Berufung (Heilige Familie) 22:35

4 Die Erscheinung des Herrn 28:21

5 In Josefs Werkstatt (Fest des heiligen Josef) 39:11

6 Die Bekehrung der Kinder Gottes (Fastenzeit) 34:58

7 Der Christ und die Achtung der Person und ihrer Freiheit (Fastenzeit) 22:41

8 Der innere Kampf (Palmsonntag) 35:10

9 Die Eucharistie, Geheimnis des Glaubens und der Liebe (Gründonnerstag) 31:12

10 Der Tod Christi, das Leben des Christen (Karfreitag) 20:49

11 Christi Gegenwart in den Christen (Ostern) 36:28

12 Christi Himmelfahrt 31:04

13 Der große Unbekannte (Pfingsten) 35:24

14 Durch Maria zu Jesus (Monat Mai) 31:31

15 Fronleichnam 30:10

16 Christi Herz, Frieden des Christen (Herz-Jesu-Fest) 32:50

17 Maria, Ursache unserer Freude (Mariä Himmelfahrt) 29:20

18 Christkönig 31:03

Text von "Christus Begegnen" online

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Freunde Gottes  (1. Auflage, 1979; 2. Auflage, 1979)  9h 42:39

1 Die Würde des Alltags 31:31

Das Gottesgeschenk unserer Freiheit 32:53

Der Wert der Zeit 27:40

Arbeit Gottes 37:54

Natürliche Tugenden 31:54

6 Demut 25:37

7 Loslösung 39:01

8 Auf den Spuren Christi 33:21 

9 Umgang mit Gott 28:32

10 Vor Gott und den Menschen 34:15

11 Denn sie werden Gott schauen 33:36

12 Leben aus dem Glauben 26:02

13 Die Hoffnung des Christen 39:20

14 Mit der Kraft der Liebe 31:19

15 Leben aus dem Gebet 31:06

16 Damit alle gerettet werden 27:41

17 Mutter Gottes, unsere Mutter 31:53

18 Auf dem Weg zur Heiligkeit 36:52 

Text von "Freunde Gottes" online Buchbestellung beim Adamas-Verlag

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Verwendungshinweis:

nur für den privaten Gebrauch, nicht für kommerzielle Zwecke. 

Copyright © Stiftung Studium, © Adamas Verlag Köln, 2009

Hinweis zum Brennen der CD’s:

Jede Homilie kann als Zip-Archiv (je etwa 30 MB), das mehrere mp3-Dateien umfasst, heruntergeladen werden. Jede dieser mp3-Dateien ist nummeriert. Die erste Zahl der Kennnummer entspricht der fortlaufenden Reihung 1 - 18 der einzelnen Homilien in den Textbänden Christus Begegnen und Freunde Gottes. Die zweite Ziffer entspricht der korrekten Abfolge der mp3-Dateien zur Wiedergabe der Homilie.

Hinweis zum Bedrucken der Etiketten:

Nachfolgend stehen die Vorlagen zum Bedrucken von Etiketten für die CD's und CD-Hüllen zur Verfügung. Da sich der Ausdruck auf verschiedenen Druckern leicht verschiebt, wurde - neben PDF - auch ein Format gewählt, das eine Nachbearbeitung erlaubt (Powerpoint). Falls gewünscht, Probedruck machen, nachmessen, korrigieren. 

Vorlagen für CD: PDF, PPT Vorlagen für CD-Hüllen: PDF, PPT