Prälat Fernando Ocariz, in Belgien: «Die Freude am Herrn ist eure Stärke»

Bei seinem ersten Besuch in Belgien hatte Prälat Fernando Ocariz zwei Treffen mit Gläubigen des Opus Dei im Tagungszentrum Dongelberg.

vom Prälaten
Opus Dei - Prälat Fernando Ocariz, in Belgien: «Die Freude am Herrn ist eure Stärke» Fernando Ocariz, der Prälat des Opus Dei, in Dongelberg (Belgien).

Ocariz erinnerte an seine pastoralen Reisen durch Europa und Belgien, die er während der 22 Jahre Zusammenarbeit mit Bischof Javier Echevarría, seinem Vorgänger an der Spitze des Opus Dei, unternehmen durfte. Dann griff er eine Anregung des jüngsten Generalkongresses des Opus Dei auf: die Notwendigkeit, Christus in den Mittelpunkt des eigenen Lebens zu stellen. "Alle unsere Aktivitäten sollten auf Christus ausgerichtet sein", sagte er. "Wir müssen Ihm in unserem täglichen Leben treu sein.“ Christus, dem Menschen und Sohn Gottes, treu zu sein, sei viel inspirierender als einfach nur einer Idee treu zu sein.

"Gott ist Mensch geworden – für jeden von uns. Er hat uns gerufen, um seine Arbeit mit unserer Hilfe zu vollenden. Er drängt uns, treu zu sein und großzügig zu sein. Er hat uns auch das "Mandatum novum" (Joh, 13,34) gegeben, das neue Gebot der Liebe, und wir müssen lernen, Jesus in den anderen zu sehen. "

Ocariz fuhr fort: "Christus ist wirklich in unseren Brüdern und Schwestern präsent. Wir müssen unseren Herrn in den Seelen sehen, um dann dieselben Seelen zu Christus zu bringen. Es ist unser Herr selbst, der in uns Liebe für Jesus und für Seelen weckt."

„Unser Gebet", sagte er und richtete sich an alle Anwesenden, "sollte sich auf das Evangelium konzentrieren, das das lebendige Wort Gottes ist."Er verwies auch auf das bedeutende Erbe des heiligen Josefmaria: "Er hatte eine große Liebe zur Freiheit und gute Laune." Freiheit und Freude seien zwei eng miteinander verbundene Realitäten: "Wir müssen die gewohnheitsmäßige Haltung, die Dinge positiv zu sehen, fördern. Wie das Alte Testament so beredt sagt: die Freude am Herrn ist eure Stärke" (Neh 8,10).

Die Anwesenden stellten Fragen zu einer Reihe verschiedener Themen: die Bedeutung des Leidens, Apostolat mit Menschen, die nicht an Gott glauben, christliche Zeugen in einem professionellen Umfeld sein, das sich weit vom Glauben entfernt hat, dazu beitragen, die Evangelisierung in anderen Ländern voranzubringen, Liebe für Papst und Kirche, oder was zu tun ist, wenn sich die Kinder unangemessen anziehen ...

Der Prälat hat besonders hervorgehoben, wie wichtig die Freundschaft ist: "Wir müssen die anderen gut kennen und uns selbst zu erkennen geben, indem wir Zeugnis von den Realitäten geben, die wir in unserem Herzen tragen. Unsere Gespräche sollten immer ruhig sein. Was auch immer wir tun, lasst uns an die Wirklichkeit der Gemeinschaft der Heiligen denken: Wir sind niemals allein. Lasst uns auch danach streben, unseren Herrn in den anderen zu sehen und viel für den Papst zu beten, der das Gewicht der Kirche und aller Seelen auf den Schultern trägt."