Heroischer Tugendgrad von Isidoro Zorzano bestätigt

Am 21. Dezember 2016 hat der Heilige Vater, Papst Franziskus, der Veröffentlichung von acht Dekreten durch die Kongregation für die Selig und Heiligsprechungen zugestimmt. Eins davon bestätigt den heroischen Tugendgrad von Isidoro Zorzano (1902 – 1943), einem Ingenieur, der dem Opus Dei 1930 beigetreten war.

Isidoro Zorzano
Opus Dei - Heroischer Tugendgrad von Isidoro Zorzano bestätigt Isidoro Zorzano

Prälat Fernando Ocáriz, nach dem Tod von Bischof Javier Echevarría der kommissarische Leiter der Prälatur, äußerte zu der Nachricht des Heiligen Stuhls: „Das ist ein Moment besonderer Freude und der Dankbarkeit gegenüber Papst Franziskus zu einer Zeit, in der wir um unseren geliebten Prälaten trauern.”

Ocáriz weiterhin: “Isidoro Zorzano war in seiner beruflichen Arbeit ein Vorbild an Fleiß, Dienstbereitschaft und sozialer Gerechtigkeit, die sich in Rücksichtnahme und Respekt gegenüber seinen Kollegen ausdrückte. Er liebte die Eucharistie, glaubte fest an Gott und war sehr feinfühlig gegenüber Notleidenden. Zusammen mit den Gläubigen und Freunden der Prälatur und den vielen Menschen, die Isidoro um Fürsprache anrufen, bitte ich unseren Herrn, dass sein Vorbild uns helfen möge, in diesen für das Leben der Christen so wichtigen Bereichen voranzukommen und so gute Söhne und Töchter der Kirche zu sein.”

Msgr. José Luis Gutiérrez, der Postulator des Seligsprechungsverfahrens, hob in einem Interview Isidoros Zorzanos Loyalität hervor und schlug ihn als ein Vorbild für Arbeiter vor. Nach Gutiérrez ist Isidoros Ruf der Heiligkeit weit verbreitet. Bisher sind über 5.000 Berichte über Gebetserhörungen bei Postulator Gutiérrez eingegangen, die seiner Fürsprache zugeschrieben werden. Er regte an, Isidoro aus Anlass dieses Schrittes Richtung Seligsprechung um seine Fürsprache in den eigenen Anliegen zu bitten.

Kurzbiografie

Isidoro Zorzano wurde am 13. September 1902 in Buenos Aires (Argentinien) geboren.

Im Alter von drei Jahren emigrierte er mit seiner Familie nach Spanien und wohnte in Logroño (Nordspanien), wo er ein Mitschüler von Josefmaria Escrivá war. Er studierte in Madrid an der Technischen Hochschule und wurde 1927 Diplom-Ingenieur.

Der Eisenbahn-Ingenieur und Lehrer stellte sein berufliches Können in den Dienst der Menschen in seiner Umgebung. In der spannungsreichen sozialen Situation, in der sich Spanien im zeitlichen Umfeld des Bürgerkrieges befand, half Isidoro dem Gründer des Opus Dei mit großem persönlichen Einsatz, die Fundamente des Werkes zu festigen. Er verstand es, den Frieden und die Gelassenheit zu vermitteln, die er aus seiner inneren Nähe zu Gott bezog.

Im Frühjahr 1943 wurde ein Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Die schmerzhafte Krankheit stand er heroisch durch, ganz in den Willen Gottes ergeben. Er starb am 15. Juli 1943 im Alter von vierzig Jahren im Ruf der Heiligkeit. Sein Seligsprechungsverfahren wurde 1948 eingeleitet. 2009 wurden seine sterblichen Reste in die Kirche St. Albertus Magnus in Madrid überführt.