Seligsprechungsverfahren für Dora del Hoyo

Eröffnung in Rom am 18. Juni 2012

Neuigkeiten

Acht Jahre nach ihrem Tod hat Bischof Javier Echevarría in Rom den kirchenrechtlichen „Prozeß über Leben und Tugenden“ von Dora del Hoyo eröffnete, der ersten Auxiliar-Nummerarierin des Opus Dei.

Dora del Hoyo wurde am 11. Januar 1914 in Boca de Huergano (Spanien) geboren. 1939 zog sie nach Madrid und arbeitete zunächst als Hausangestellte bei verschiedenen Familien und dann in La Moncloa, einem Studentenheim des Opus Dei. Dort begegnete sie dem heiligen Josefmaria und lernte, ihre Arbeit nach dem Geist des Opus Dei zu heiligen. am 14. März 1946 bat sie in Bilbao darum in das Opus Dei aufgenommen zu werden und unterstützte fortan seine apostolische Ausbreitung.

Ende Dezember 1946 folgte Dora der Einladung des heiligen Josefmaria nach Rom und lebte dort bis zu ihrem Tod am 10. Januar 2004. Durch ihr Vorbild und ihre Freundschaft bildete sie Menschen aus der ganzen Welt beruflich und geistlich weiter und trug so zur Ausbreitung der apostolischen Arbeit des Opus Dei bei. Mit hoher beruflicher Kompetenz widmete sich Dora den hauswirtschaftlichen Arbeiten in den Zentren des Opus Dei, die sie ihr Leben lang vervollkommnete. In allem zeigte sich deutlich ihre Liebe zu Gott und ihre Zuneigung zu den Mitmenschen.

Seit ihrem Tod haben über 300 Personen schriftlich ihre Dankbarkeit für Doras christliches Leben zum Ausdruck gebracht. Die meisten Zeugnisse stammen von Kolleginnen. Außerdem erhielt das Opus Dei zahlreiche Berichte über Gebetserhörungen, die ihrer Fürsprache bei Gott zugeschrieben werden.

Überführung von Doras Leichnam. Hinter dem Sarg der Prälat des Opus Dei

Die Eröffnung eines Seligsprechungsverfahrens ist stets eine Reaktion auf die spontane Verehrung, die durch den lebendigen Glauben im Volk Gottes entsteht und deren Glaubwürdigkeit die Kirche anschließend in einem Untersuchungsverfahren eingehend prüft. Da die einschlägigen Voraussetzungen des kanonische Recht erfüllt sind, hat der Prälat des Opus Dei, Bischof Javier Echevarría, nun ein Untersuchesverfahren über das Leben von Dora del Hoyo begonnen gesetzt und dafür ein Untersuchunggericht eingesetzt.

Während der Feier sagte der Prälat des Opus Dei: „Ich bin mehr und mehr von der grundlegenden Bedeutung überzeugt, die diese Frau im Leben der Kirche und der Gesellschaft hatte und haben wird, da Gott Dora del Hoyo einer ähnlichen Arbeit berufen hatte, wie sie die Muttergottes im Haus von Nazareth verrichtete.” Bischof Echevarría fuhr fort: „Das christliche Beispiel und die Treue dieser Frau, werden dazu beitragen, das Ideal der Dienstbereitschaft zu fördern und in unserer Gesellschaft die Bedeutung der Familie als echter Hauskirche verbreiten, wie sie sie in ihrer Tag für Tag großzügig und froh getanen Arbeit verkörperte.”

Ein Seligsprechungsprozess soll vor allem dem Wohl der Gläubigen dienen und so das Heil der Kirche fördern. Dieser Prozess vermag zu einem besseren Verständnis dafür beizutragen, dass der alltägliche und frohe Dienst in der Hausarbeit zu einem Leben der beständigen Hingabe an Gott führen kann.

Auf einem Gebetszettel zur privaten Verehrung von Dora del Hoyo heißt es: “Herr, unser Gott, du hast deine Dienerin Dora berufen, sich der Arbeit in Haus und Familie zu widmen, die auch die Muttergottes in Nazareth verrichtet hat. Hilf mir, dass ich dir im alltäglichen Leben begegne und dass ich für die anderen ein Zuhause schaffe, so wie Dora es durch ihre frohe und opferbereite Arbeit im Geiste des heiligen Josefmaria getan hat.”