Kardinal Ruini: „Die Frucht der Sendung des Opus Dei bleibt in den Ortskirchen.“

Zum Silberjubiläum des Opus Dei als Personalprälatur haben in Rom Bischof Echevarría und die Kardinäle Ruini und Herranz gesprochen.

Die Personalprälatur

Vor 25 Jahren trat die Apostolische Konstitution Ut Sit in Kraft. Mit ihr errichtete Papst Johannes Paul II. das Opus Dei als Personalprälatur. Die Päpstliche Universität vom Heiligen Kreuz hat am 10. März diesen Jahrestag zum Anlass für einen Studientag mit sieben Fachvorträgen genommen.

Kardinal Camillo Ruini wollte zu Beginn seines Vortrags über den „Dienst der Prälatur Opus Dei an den Bistümern“ klarstellen: Er bedanke sich bei der Prälatur Opus Dei nicht nur für die Aufgaben, die ihre Priester in den Pfarreien und in anderen Diensten der Diözesen wahrnehmen. Vor allem schätze er, dass jeder Gläubige sich um Heiligkeit bemühe und apostolisch wirke. „Das ist der spezifischste und der direkteste Dienst, den das Opus Dei in den Diözesen leistet“, sagte Ruini, der der Generalvikar des Papstes für die Diözese Rom ist.

Er freue sich zudem über die Begegnungen und Weiterbildungsveranstaltungen, die die universale Berufung zur Heiligkeit und zum Apostolat klarer vor Augen führten.

Der Glaube kann von innen heraus die ganze menschliche Existenz prägen

Der Prälat des Opus Dei, Bischof Javier Echevarría, hatte zuvor die Veranstaltung eröffnet. Er sprach über die „Rechtsform, wie sie der heilige Josefmaria vorgesehen hatte“. Der Großkanzler der Universität sagte dabei, die Form der Personalprälatur passe am besten zu dem pastoralen Phänomen, das der heilige Gründer am 2. Oktober 1928 „gesehen“ habe. Das Opus Dei sei eine Einrichtung, die aus gewöhnlichen Christen bestehe, die die Überzeugung verbreiten wollten, dass der Glaube von innen heraus die ganze menschliche Existenz prägen könne und solle. Dazu gehörten zunächst die Anforderungen der Berufsarbeit und dann das gesamte familiäre und soziale Leben.

So wolle die Prälatur dazu beitragen, die Trennung zwischen einerseits dem Glauben und andererseits dem gesamten Arbeits- und Alltagsleben zu überwinden. In diesem Kontext begreife sich die Arbeit des Opus Dei vor allem als Glaubens- und Persönlichkeitsbildung. „Die Menschen, die sich dem Werk nähern, gehen mit einer christlichen Perspektive an die Arbeit, sie leben in der Familie und in der Gesellschaft mit dieser christlichen Perspektive. Sie haben ein gut gebildetes Gewissen und sind damit in der Lage, frei ihre Optionen im Leben zu wählen“, so Bischof Echevarría.

Die konkret gelebte Ökumene im gesellschaftlichen, familiären und beruflichen Leben jedes Einzelnen

Abschließend sprach der Generalvikar des Opus Dei über „Das Apostolat ‚Ad Fidem’ (Auf den Glauben zu) und die Ökumene“. Prälat Fernando Ocariz betonte dabei die konkret gelebte Ökumene im gesellschaftlichen, familiären und beruflichen Leben jedes Einzelnen. Sowohl in diesem ökumenischen Dialog wie auch in dem mit Nichtchristen sei die innere Haltung nicht „persönliche Selbstbestätigung zu suchen oder jemandem die eigene Überzeugung überzustülpen. Es geht vielmehr um christliche Nächstenliebe, um die aufrichtige Liebe zu allen Menschen, denen man das unschätzbare Gut des Glaubens an Christus oder die Fülle dieses Glaubens mitteilen möchte.“