Wahlkongress in Rom findet mit deutscher Beteiligung statt

Aus Deutschland nehmen zwei Priester und vier Laien am Wahlkongress für den neuen leitenden Prälaten des Werkes teil.

Wahlkongress 2017
Opus Dei - Wahlkongress in Rom findet mit deutscher Beteiligung statt

Am Kongress zur Wahl eines neuen leitenden Prälaten des Opus Dei nehmen 194 Wahlberechtigte und 94 Kandidaten teil. Als Kandidaten gelten alle, die die Bedingungen der kirchenrechtlichen Vorschriften erfüllen. Sie müssen etwa katholische Priester sein und mehr als zehn Jahre der Prälatur angehört haben.

Die Wähler kommen aus allen 68 Ländern, in denen das Opus Dei arbeitet; einige davon vertreten die deutsche Region: unter anderen Prälat Dr. Christoph Bockamp und Dr. Hans Thomas (beide Köln).

Am 12. Dezember 2016 war der bisherige Prälat, Bischof JavierEchevarría, im Alter von 84 Jahren in Rom gestorben. Er hatte das Opus Dei seit 1994 als zweiter Nachfolger des heiligen Josefmaria Escrivá geleitet. In seiner Amtszeit hat sich das Opus Dei in 16 neue Länder ausgebreitet, davon viele, in denen Katholiken eine Minderheit in der Bevölkerung darstellen.

Wenig bekannt ist, das das Opus Dei bereits in den 50er Jahren ein Vorreiter der Ökumene war. Als erste Institution der katholischen Kirche durfte es auch Nichtkatholiken und Menschen anderer Religionen offiziell als Mitarbeiter ernennen. So gibt es unter ihnen Orthodoxe, Protestanten, Anglikaner sowie Juden und Muslime.

Das Lutherjahr 2017 startet die Pfarrei St. Pantaleon in Köln, die von Priestern des Opus Dei geführt wird, mit einem Studientag über die Reformation und Martin Luther. Gerade in diesen Tagen wird in allen Zentren des Opus Dei die Weltgebetsoktav für die Einheit der Christen begangen, die dem heiligen Josefmaria ein besonderes Anliegen war.

Ein Beispiel der Zusammenarbeit über die Grenzen der Religionen hinweg und zur Förderung des Friedens ist das neu erbaute Pilgerzentrum und Tagungshaus Saxum in der Nähe von Jerusalem. Dort arbeiten Christen mit Juden und Muslimen zusammen und zeigen in der Praxis, dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist. Die Bildungszentren des Opus Dei stehen Menschen aller Weltanschauungen offen.